Update / Erkenntnisse/ Masterplan

Puh, der letzte Beitrag ist schon wieder zwei Wochen her…ich kam aber einfach nicht zum schreiben. Irgendwie war viel los.

Aber ich wollte mal festhalten, dass es mir gut geht. Wirklich gut. So 2014-gut. Noch nicht so ganz stabil, aber es wird. Ich fühl das. Und es fühlt sich so gut an. Ich genieße das Leben, nehme positives bewusst wahr. Ich kann kaum beschreiben wie gut sich das anfühlt.

Ich möchte für mich die Erkenntnis festhalten:

Egal was passiert, egal wie scheiße es läuft, egal wie tief unten ich bin: ich kann nicht aufgeben. In mir ist das MUSS weiterzumachen. Immer weiter zu machen. Festzuhalten an der Hoffnung, an dem was ich habe. Und wenn ich mir Zeit gebe und auf mich höre, dann schaff ich das. Immer und immer wieder. Das muss ich mir klar machen. Es gibt IMMER einen Grund weiterzumachen, nicht aufzugeben. Und es lohnt sich so sehr!!

Und jetzt gibts den Masterplan: (ich hätte nie gedacht, dass ich jemals im Leben einen Masterplan hätte, so kanns gehen)

  1.  Die Situation annehmen wie sie ist. Ohne sie zu bewerten. Meine Leitsprüche, die ich wirklich mantramäßig immer wieder wiederholt habe waren: „Es ist halt jetzt so.“ „Ich kann es jetzt grade nicht ändern.“ „Ich werde es überleben.“
  2. auf das besinnen was da ist, was fest ist, was halt gibt. Das waren/sind bei mir: meine Arbeit, meine Familie, meine Freunde, ein Dach über dem Kopf.
  3. Dinge tun, die mir gut tun und diese bewusst genießen. Ich hab angefangen mit Spaziergängen und nächtlichen Autofahrten. Ich hab wieder angefangen zu kochen, mich mit Freunden getroffen. Immer Stück für Stück, wie es meine Kraft eben zuließ.
  4. Achtsamkeit üben. Dazu gibt es verschiedene Übungen. Ich nutze die 7mind App auf meinem Handy. Und hab das dann auf den Alltag erweitert. Bewusst innehalten und sehen, was ich sehe, riechen, was ich rieche.
  5. mich strukturieren. Das war der letzte Schritt. Eben, weil er besonders viel Kraft braucht. Ich hab meinen Arbeitsplatz entrümpelt und mir auch daheim mehr Struktur vorgegeben.

Und jetzt bin ich so weit, dass ich sogar wieder mit Sport angefangen habe. Ganz freiwillig und morgen gehe ich wieder hin :-) auch ganz freiwillig und es macht mir unglaublichen Spaß! Ich habe Aquazumba für mich entdeckt. Und nächste Woche werde ich mal Aquaspinning testen.

Ich freue mich auf die restlichen Wochen des Jahres. Noch vor 2 Monaten war ich so am Ende, dass ich nicht wusste, wie ich die Zeit bis Weihnachten überleben sollte. Aber im Moment ist es wirklich so, dass ich (fast) jeden Tag genieße. Mich freue meine Arbeit zu haben (und mich dann wieder tierisch über alle aufrege), das winterliche Wetter begrüße (um dann bibbernd und fluchend die Scheiben frei zu kratzen), mich auf Weihnachten freue und die vielen schönen Momente, die davor noch kommen. Und ich bin gespannt auf nächstes Jahr. Ich hoffe, ich wünsche mir, ich beschließe, dass 2016 mein Jahr wird. einfach aus Prinzip.

12 von 12 im November 2015

Heute also mein erstes Mal *hüpf* ich mach bei Caro’s 12 von 12 mit.

Immer am 12. eines Monats mache ich (wenn ich es schaffe) 12 Bilder meines Tages und lade sie hier hoch. Die anderen Teilnehmer findet ihr bei Draußen nur Kännchen

IMG_20151112_080156161 - KopieDieses Jahr etwas später, aber bei diesen Temperaturen definitiv noch nicht zu spät: Reifenwechsel.

IMG_20151112_083243867 - KopieWeil ich für meine Verhältnisse früh dran war, mir aber noch keine Gedanken übers Mittagessen gemacht hatte, schnell zu Rewe und Nahrung für Körper, Geist und Seele besorgt.

IMG_20151112_084031836 - KopieFahrstuhlselfie, unausgeschlafen und ein bisschen restmodsig.

IMG_20151112_084605293_HDR - KopieDer Weihnachtsstern macht sich gut auf der Fensterbank. Auf dem Kalender steht der Countdown bis zum Urlaub markiert.

IMG_20151112_085954615 - KopieNach langer Zeit mal wieder ein Besuch auf dem Toilettenboden. Ich hab mich diese Woche mehrmals ziemlich unprofessionell gegenüber einem Lieferanten verhalten. Es ärgert mich maßlos, wenn ich mich von meinen Emotionen so mitreißen lasse. Ich war wütend und hab ihn recht patzig angegangen. Mein Chef war dementsprechend ein bisschen distanziert zu mir und das brachte das Fass dann zum überlaufen.

IMG_20151112_092925949 - KopieAktuell meine besten Freunde im Büro. Nach der Toilettenbodenbesichtigung hab ich mich akustisch ein bisschen abgeschottet.

IMG_20151112_103728875 - KopieZur Frühstückspause ein bisschen Aussicht, Ruhe und den Geruch von feuchtem Laub genossen.

IMG_20151112_134217840 - KopieMittagspause

IMG_20151112_134527028 - KopieFoodporn. Haltet mich für pervers, aber ich finde das erotisch!

IMG_20151112_185034885_HDR - KopieZum Feierabend noch Haushaltsbuch aktualisieren, Rechnungen überweisen ein Hotelzimmer buchen und dabei feststellen:

Screenshot_2015-11-12-18-24-40 - Kopie

IMG_20151112_185839840 - KopieUnd während ich mich mit den Zahlen quäle hüpfen die Fellnasen um mich herum (eine war heute fotoscheu)

Ich hau mir jetzt ne Pizza in den Ofen und mich vor den Fernsher.

Archivbloggen-Überreizt-08-15

Manche Artikel schreibe ich offline und lasse sie erstmal liegen, um sie später nochmal mit „klarem“ Kopf zu lesen und evtl. zu veröffentlichen.

Ich komme nach Hause. Im ersten Moment ist eigentlich noch alles einigermaßen ok. Dann aber klingt das Ablegen einer Gabel auf einem Teller so, als hätte man mir einen Gong, einen sehr großen Gong ans rechte Ohr geklebt und würde von der anderen Seite dagegen schlagen. Ich will rufen, dass sie leiser sein sollen. Das Zischen des Fettes in der Pfanne prasselt wir ein spitzer Pfeilregen auf mein Trommelfell. Ich will mein Ohr schützen, aber es klingelt schon im Kopf. Der ganze Kopf ist erfüllt mit schrillen, kreischenden Tönen. Ich schnappe die Ohropax und stöpsel mir fast panisch die Ohren zu. Alles erscheint plötzlich so grell. Die Hose zwickt ein bisschen am Bauch und plötzlich muss ich sie SOFORT ausziehen, weil ich das Gefühl nicht mehr ertrage. Ich versuche mich zur Geduld zu zwingen. Decke den Tisch so leise ich kann. Was nützt, es wenn einer leise ist, während zwei andere Alltagsgeräusche verursachen, die ich grade nicht ertragen kann?

Wir sitzen am Tisch. Es gibt Pfannkuchen, ich wünsche mich irgendwohin wo es keine Geräusche gibt. Und auch sonst keine Reize. Den Geschmack nehme ich heute auch intensiver wahr. Das ist bei Pfannkuchen ja durchaus erträglich, aber die Erdbeermarmelade ist viel zu süß, das Apfelmus mit Aprikose hat einen bitteren Beigeschmack. Also Pfannkuchen pur mit wenig Zimt.

Eine Fliege wird immer wieder verscheucht. Die Scheuchbewegung macht mich wahnsinnig. Bitte hört auf euch zu bewegen! Die Stimmung ist angespannt. Ich spüre sie körperlich.

Kaum aufgegessen verziehe ich mich. Das ruhige, kühle, dunkle Kellerzimmer erdet mich ein bisschen. Ich komme etwas zur Ruhe. Ein dummer Facebookkommentar zerstört die Ruhe wieder. Ich rege mich so sehr auf, dass mir übel wird.

Ein Telefonat bringt mich wieder zur Ruhe. Gott sei Dank.

Am nächsten Tag bleierne Müdigkeit und wieder Überreiztheit…ich brauch ne Pause bitte.

Heute modsig

#wazifubo
#wazifubo

Heute bin ich modsig. Genervt. Die Welt kann mich mal am Arsch lecken.

War heute morgen mal wieder in der Klinik wegen meinem Ohr. Ich habe eine Hyperakusis rechts. Bei bestimmten Geräuschen höre ich ein schrilles „Kreischen“ im Ohr. Hauptsächlich bei Geschirr, das aneinander stößt oder Besteck auf Geschirr. Folie, die Knistert, Glocken klingeln und auch bei manchen Stimmen und Liedern. Sehr unangenehm, nervig und stressend. Ich hab das schon ungefähr ein Jahr und nachdem die Feld-Wald-und Wiesen HNOs nicht mehr weiter wussten wurde ich an die Uniklinik verwiesen. Da wurde zumindest festgestellt, dass der Stapediusreflex bei mir ausgefallen ist, was vom Nervus Facialis kommen kann.

Letzte Woche war ich im MRT und heute hatte ich das dazugehörige Befundgespräch. Es wurde festgestellt, dass ein Gefäß auf den Nerv drückt. So, das kann die Ursache sein, muss es aber nicht. Es könnte auch was ganz anderes sein. Das kann man evtl. operieren, ist halt die Frage ob man das will. Ich will das nämlich nicht, dass mir jemand im Kopf rumfuhrwerkt… Um eine andere Ursache auszuschließen oder zu erkennen hab ich übermorgen nochmal nen Termin zum CT da werden die Gehörknochen nochmal angeschaut. Und nächste Woche Termin in der Neurochirurgie wegen Beratungsgespräch für ne OP.

Und ich bin jetzt einfach mal saugenervt und frustriert. Klar bin ich froh, dass es nix schlimmes zu sein scheint, wie zum Beispiel ein Tumor oder so. Aber es ist halt auch keine klare Aussage mit nem klaren Therapieplan. Und ich bin jetzt zu genervt um nachzuschauen welches das wieder ist, dass ich bitte einen konkreten Plan haben möchte, eine konkrete Aussage.

Also bin ich heute modsig. Gehe nachher früh und modsig ins Bett und die Welt kann mir den Buckel runter rutschen.

Und ja ich schreibe modsig absichtlich so, weil ich finds schön. So!

Anders als gewünscht

Ein guter Teil meiner Depression rührt von dem Gefühl nicht gut genug zu sein, nicht den Erwartungen und Wünschen anderer zu entsprechen. „Andere“ waren zuallererst meine Eltern. Das waren eben die Personen, die ich zuerst kennen lernte, und die mich, aufgrund einer gewissen Abhängigkeit meinerseits von Ihnen, zuerst prägten. Die Eindrücke, die die Eltern hinterlassen sind nunmal die tiefsten, schließlich geht es am Anfang ums blanke Überleben.

Ich bin die Erstgeborene. Laut meinen Eltern ein absolutes Wunschkind. Naja, und Wünsche bergen Erwartungen…

Man stelle sich die Erstlingseltern vor, wie sie sich so sehr über den positiven Schwangerschaftstest freuen, die Schwangerschaft gemeinsam erleben, das erste gemeinsame Nest bauen, auf den Termin der Termine hinfiebern. Sie wollen alles vorbereitet haben, wenn das Wunschkind eintrifft. Und dann platzt einige Tage nach dem errechneten Entbindungstermin die Fruchtblase, per Rettungswagen gehts ins Krankenhaus, das Kind liegt falsch herum, muss per Kaiserschnitt geholt werden. Die erste Enttäuschung.

Die junge Erstlingsmama ist nervös und unsicher, wird von den Schwestern und Hebammen nicht beraten und unterstützt und „schafft“ es somit nicht das Kind zu stillen. Die zweite Enttäuschung.

Zu Hause stellt sich dann heraus, dass das Kind nicht aufhört zu brüllen. Es lässt sich kaum beruhigen, es brüllt die Nerven der Eltern blank. Nix mit süß und rosig…dafür die dritte Enttäuschung.

Das Kind, nennen wir es mal Daniela, trinkt auch nicht wie es soll. Stunden dauert es, bis das Fläschchen leer ist. Und kaum ist die Milch im Kind, kommt sie auch schon wieder heraus. Die vierte Enttäuschung.

Ein „Easy-Baby“ war ich definitiv nicht.

Ich nehme an meine Eltern waren ziemlich frustriert und das hab ich mitbekommen. Ich entsprach nicht den Wünschen und Vorstellungen. Und so ging es weiter.

Mehrmals in meiner Kindheit wendete sich eine „beste“ Freundin ab und hatte plötzlich eine neue, ich war nicht lieb und brav und ordentlich. Ich fand nie Anschluss an eine Clique, denn zu dem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl nicht gut genug zu sein bereits verinnerlicht. Ich war häufig in Jungs verliebt, die keine Notiz von mir nahmen oder mich abwiesen.

Einen Höhepunkt, oder wohl eher Tiefpunkt, werde ich nie vergessen: Ich ging das erste mal mit meinen Eltern zu einer Therapeutin. Ich muss irgendwas zwischen 12 und 15 gewesen sein. Ich wollte da nicht hin. Meine Eltern hatten vorher schon einige Gespräche mit ihr gehabt. Sie unterhielt sich mit mir und nach einiger Zeit sagte sie: „ich lerne hier eine völlig andere Daniela kennen, als deine Eltern sie beschrieben haben. In ihren Erzählungen bist du immer die Aufsässige und Trotzige.“

Im Nachhinein denke ich: wie blöd darf eine Therapeutin eigentlich sein, sowas zu einem Kind ohne Selbstwertgefühl zu sagen. Aber immer wenn ich an dieses Erlebnis denke, spüre ich die Scham und Verletztheit. Dieses Gefühl eine Enttäuschung zu sein für die Menschen, denen ich nunmal mein Leben verdanke.

Erst 15 Jahre später lernte ich in der Schematherapie die Gedankenmuster zu durchbrechen. Mich abzugrenzen. Mich gut zu finden mit meinen Stärken und meinen Schwächen. Das ist immer noch „in progress“ aber es wird. Und es fühlt sich halt gut und richtig an.

Natürlich sind meine Eltern nicht der einzige Grund für meine Depression. Aber irgendwo fängt es nunmal an. und ich denke bei mir fing es mit der geplatzten Fruchblase an. Zum Glück hab ich aber auch viele schöne Kindheitserinnerungen. Es war nicht alles nur scheiße :-)

Tagebuchbloggen 05.11.2015

Ich hab heute mein Haushaltsbuch aktualisiert und war ziemlich geschockt. Der Oktober war..äh…teuer…allein 300€ für neue Brillen (Sehstärke hatte sich um über 1 Dioptrien verschlechtert). Außerdem echt horrende Ausgaben für Freizeitbeschäftigungen und Süßkram…gut, die Vermutung liegt nahe, dass ich in dem ganzen Dilemma eben entsprechend Abwechslung gesucht habe. Dieser Monat muss besser werden denn:

ich muss sparen, weil…:

Im Mai/Juni nächstes Jahr ziehe ich in ein Häuschen :-)

Das hab ich vor vier Tagen erfahren. Noch hab ich große Angst mich richtig zu freuen. Es ist noch so lange hin und es könnte ja noch so viel dazwischen kommen…und was wenn ich dort einziehe und sich herausstellt, dass ich mich da nicht wohl fühle…ich bin so unsicher und hoffe einfach dass irgendwie doch alles gut wird…Aber mit diesem Ziel vor Augen fällt es mir dann hoffentlich doch etwas leichter etwas weniger Geld auszugeben und mehr beiseite zu legen.

Am Montag hatte ich MRT Termin wegen meines Ohrs. Ich war unglaublich aufgeregt. Ich hatte Angst, dass sie nix finden und ich immer weiter mit diesem klingeln im Ohr rumlaufen muss, andererseits spukt einem natürlich ständig der Gedanke „Tumor“ durch den Kopf…was, wenn sie sowas finden…Bis kommenden Montag muss ich mich jetzt noch gedulden, dann ist das Diagnosegespräch. Also wenn ich mir was wünschen darf, dann wünsch ich mir, dass sie was gefunden haben, was sich ganz leicht behandeln lässt.

Die Woche auf der Arbeit lief gut. Ich schaff es deutlich besser mich zu strukturieren, bin allgemein ruhiger und fröhlicher. Die To-Do Liste wird immer kürzer. Heute hab ich Vorgänge aus dem August weggearbeitet…oh man das nervt so sehr, aber ich schaff es parallel auch, dass sich nichts neues mehr anstaut und das ist gut. Ein echt gutes Gefühl.

Am Samstag bin ich auf einer Einweihungsparty. Da freu ich mich drauf, weils mal ein völlig anderer Bekanntenkreis ist, als der in dem ich mich sonst bewege. Ich hab total Lust auf neue Gesichter. Ist bei mir ja eher ungewöhnlich. Eigentlich brauch ich immer jemanden, an dem ich mich „festhalten“ kann. Aber diesmal ists eben anders.

Für morgen hatte ich mich eigentlich mit nem Typ verabredet. Erstes Date und so, aber der hat sich heut nicht mehr gemeldet, also gehe ich davon aus, dass es nicht stattfindet.

Die nerven mich die Kerle. Echt jetzt!

Archivbloggen – Betäuben – 09/15

Manche Artikel schreibe ich offline und lasse sie erstmal liegen, um sie später nochmal mit „klarem“ Kopf zu lesen und evtl. zu veröffentlichen.

In mir ist eine Unruhe, so eine große Unruhe und eine tiefe, schwarze, kalte Leere. Ein eiskalter blinder Fleck, der mich von Innen aufzufressen scheint. Alles versinkt darin…nichts kann ich halten.

Ich versuche ihn zu betäuben, zu überdecken. Ich fahre stundenlang im Dunkeln durch die Straßen, den Blick starr geradeaus. Ich versuche vor dem Loch davon zu fahren.

Ich stopfe mich mit Essen voll. Fastfood und Süßigkeiten. Ich versuche das Loch zu stopfen, den Schmerz und die Gedanken zu bedecken.

Ich betäube mich mit dummen Fernsehsendungen, die auf mich einprasseln. Ich versuche das Loch davon abzuhalten sich auszubreiten.

Ich suche nach Auswegen, doch ich finde keine…weil es keine gibt. Ich muss mit dem schwarzen Loch in meiner Brust herumlaufen. Ich hab das Gefühl, jeder kann es sehen und jeder ist froh nicht mit dem Loch leben zu müssen. Und die Leute haben Angst. Angst vor mir, Angst davor sich anzustecken.

Ich kann auch nicht darüber sprechen, ich will nicht darüber sprechen. Ich habe Angst, dass ich dann völlig in das Loch falle. Dass ich nicht aufhören kann zu weinen. Also schweige ich. Schweige, lächle und nicke: „alles gut“

Also versuch ich mich zu betäuben und zu überleben, bis das Loch vielleicht eines Tages wieder verschwindet.